Betriebsöffentlichkeiten in Arbeiter*innengenossenschaften am Beispiel der Mondragon-Kooperativen
Julius Glaser
What the paper says
Der vorliegende Beitrag wendet das Konzept der betrieblichen Öffentlichkeit exemplarisch auf arbeiter*innengeführte Genossenschaften an und stellt die Frage, wie sich die Arbeitsbeziehungen innerhalb einer genossenschaftlichen Öffentlichkeit in der Praxis abbilden. Dazu wird nachfolgend zuerst ein normatives Theoriegerüst erarbeitet und anschließend mit der arbeitspolitischen Praxis eines Fallbeispiels kontrastiert. Zu Beginn wird der besondere Charakter der genossenschaftlichen Betriebe erläutert und ihre Eigenheiten bezüglich der Arbeitsbeziehungen mithilfe des Jenaer Machtressourcenansatzes betrachtet. Anschließend wird das theoretische Modell der betrieblichen Öffentlichkeiten rekapituliert und die spezifische genossenschaftliche Öffentlichkeit skizziert. Diese wird im zweiten Teil des Beitrags anhand des empirischen Beispiels der Genossenschaften der Fagor Group im Mondragon-Verbund überprüft. Dafür werden empirische Studien neu synthetisiert, welche einen detaillierten Einblick in die Lebensrealität der Arbeiter*innen ermöglichen. Anhand dessen werden die Räume genossenschaftlicher Öffentlichkeit mithilfe von Kriterien analysiert. Abschließend wird ein Fazit unter die Befunde gezogen und drei Thesen als theoretischen Ausblick aufgestellt. Es zeigt sich, dass die Genossenschaften zwar umfangreiche betriebliche Öffentlichkeiten durch Eigentumsbeteiligung ermöglichen, diese aber aufgrund des Marktdrucks nicht zwangsläufig emanzipatorisch sein müssen.
Evidence weight
Balanced mode · F 0.40 / M 0.15 / V 0.05 / R 0.40
| F · citation impact | 0.00 × 0.4 = 0.00 |
| M · momentum | 0.50 × 0.15 = 0.07 |
| V · venue signal | 0.50 × 0.05 = 0.03 |
| R · text relevance † | 0.50 × 0.4 = 0.20 |
† Text relevance is estimated at 0.50 on the detail page — for your query’s actual relevance score, open this paper from a search result.