Mehr Demokratie durch mehr Öffentlichkeit? Ambivalenzen im Prozess gewerkschaftlicher Erneuerung
Peter Bescherer et al.
What the paper says
Gewerkschaften in Deutschland erleben eine Konjunktur. Die jüngsten Auseinandersetzungen im öffentlichen Dienst zeigen, dass zum Aufbau von Organisationsmacht die Verknüpfung der unmittelbaren Interessen der Beschäftigten mit dem Gemeinwohl gehört. Um erfolgreich zu sein, so unsere These, sind gewerkschaftliche Mobilisierungen auf verschiedene Formen von Öffentlichkeit angewiesen: betriebliche, gewerkschaftliche und besonders gesellschaftliche Öffentlichkeit. Dabei erweist sich die Erneuerung arbeitspolitischer Öffentlichkeiten, wie wir anhand empirischer Befunde aus zwei Betrieben zeigen können, als ambivalent. Sie vermag sehr wohl Ohnmachtserfahrungen und Entmündigungsgefühle aufzubrechen. Den diskursiven Raum für Beschäftigte zu öffnen, kann aber für den gewerkschaftlichen Aktivismus auch heißen, sich mit Veränderungsmüdigkeit, antipolitischen Ressentiments oder sogar handfestem Rassismus auseinandersetzen zu müssen.
Evidence weight
Balanced mode · F 0.40 / M 0.15 / V 0.05 / R 0.40
| F · citation impact | 0.00 × 0.4 = 0.00 |
| M · momentum | 0.50 × 0.15 = 0.07 |
| V · venue signal | 0.50 × 0.05 = 0.03 |
| R · text relevance † | 0.50 × 0.4 = 0.20 |
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