Zusammenhänge zwischen mentaler Care-Arbeit und psychischer Gesundheit bei Frauen und Männern in Deutschland
Lina M. Mülder et al.
What the paper says
Zusammenfassung: Ziel dieser Arbeit war die Untersuchung der Unterschiede zwischen Männern und Frauen in Deutschland bezüglich der Verteilung mentaler Care-Arbeit und ihres Einflusses auf die psychische Gesundheit. Zur Beantwortung dieser Forschungsfragen wurde der Fragebogen mentale Care-Arbeit, eine deutsche Version der Invisible Family Load Scale von Wayne et al., entwickelt und validiert. Er differenziert zwischen emotionaler, kognitiver und organisatorischer Care-Arbeit. Eine Stichprobe von 502 Eltern beantwortete Fragen zur mentalen Care-Arbeit sowie zu Stress, Depressivität, emotionaler Erschöpfung und Wohlbefinden. Die Auswertung zeigte, dass Frauen mehr mentale Care-Arbeit verrichten als Männer, dass diese negativ mit der psychischen Gesundheit korreliert und dies vor allem auf die emotionale Care-Arbeit zurückzuführen ist. Das Geschlecht moderiert diesen Zusammenhang. Männer, die wenig mentale Care-Arbeit leisten, sind dadurch psychisch überproportional beansprucht, während das bei Frauen der Fall ist, die viel leisten. Die Relevanz der emotionalen Care-Arbeit und die Geschlechterunterschiede bezüglich psychischer Gesundheit werden diskutiert.
Evidence weight
Balanced mode · F 0.40 / M 0.15 / V 0.05 / R 0.40
| F · citation impact | 0.50 × 0.4 = 0.20 |
| M · momentum | 0.50 × 0.15 = 0.07 |
| V · venue signal | 0.50 × 0.05 = 0.03 |
| R · text relevance † | 0.50 × 0.4 = 0.20 |
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